Schattenbilder

Die Scherenschnitte, die unter dem Namen „Die Schriftgießerei im Schattenbild” herausgegeben wurden, entstanden 1918.

1919 folgte in der Reihe der Rudolfinischen Drucke „Das Leben einer Familie in Schattenbildern", später als „Häusliches Leben” auch vom Insel-Verlag veröffentlicht:

Am eindrucksvollsten ist die „Geschichte vom Weihnachtsstern”. In 13 Scherenschnitten erzählte Koch seinen Kindern von der Reise der Könige nach Bethlehem:

Mit dieser Sammlung holte Koch die Weihnachts-Feste nach, die er aus Kriegsgründen nicht mit seinen Kindern verbringen konnte. 1915 schrieb er ihnen: „Wenn dieses Jahr das Christkind zu euch kommt, dann bin ich nicht bei euch, denn der Kaiser braucht mich, dass ich als Soldat mithelfe, die vielen Feinde abzuwehren, die unser liebes Vaterland vernichten wollen. Ich bin jetzt weit fort von euch in Ungarn, in einem Dorf, und weil die Leute nicht genug Stuben und Betten haben für die vielen Soldaten, so müssen wir in einem leeren Stall schlafen. Auf den Boden haben wir Stroh gelegt, das ist schön trocken und warm, und nachts legen wir uns drauf und decken uns mit dem Mantel zu und schlafen sehr schön.”